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Allgemein DIG Veranstaltungen

Impressionen: Exkursion jüdisches Dresden.

Diesen Sonntag waren wir mit der AG Leipzig auf Exkursion in Dresden, um dort Spuren jüdischer Geschichte zu erkunden und über heutigen Antisemitismus zu sprechen. Dank der lehrreichen Führung von HATiKVA e.V. über den ältesten jüdischen Friedhof Sachsens erfuhren wir vom Leben und Wirken bekannter jüdischer Bürger*innen Dresdens der vergangenen Jahrhunderte. Anschließend konnten wir im persönlichen Gespräch mit dem sächsischen Antisemitismusbeauftragten Dr. Thomas Feist unsere Anliegen in Bezug auf die gegenwärtige Bekämpfung von Antisemitismus in Sachsen adressieren. Wir danken allen Mitreisenden und unseren Gastgeber*innen für diesen schönen Tag!

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Allgemein DIG Veranstaltungen

Exkursion: Jüdisches Dresden

Sonntag, 15. September | 9-20 Uhr

Auch dieses Jahr bieten wir wieder für alle Mitglieder, Freunde und Interessierte der DIG AG Leipzig eine Exkursion zu jüdischen Spuren in Sachsen an. Dieses Jahr laden wir euch herzlich ein, mit uns nach Dresden zu fahren.

Unser Programm:

  • 9.00 Uhr Abfahrt mit dem Zug in Leipzig
  • Führung über den Alten Jüdischen Friedhof Dresdens mit dem HaTikva e.V.
  • Gespräch mit Dr. Thomas Feist, Beauftragter für jüdisches Leben in Sachsen
  • Gemeinsames Essen
  • ca. 19/20 Uhr Ankunft in Leipzig

Die Kosten für die Fahrt und die Führung werden übernommen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung via [email protected] bis zum 12.09.2019.
Den genauen Ablaufplan sowie Treffpunkt teilen wir euch nach der persönlichen Anmeldung mit.

Wichtig: Für Männer ist eine Kippa oder beliebige Kopfbedeckung notwendig.

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Allgemein DIG Positionen Pressemitteilung

Solidarität ohne Israel?

Stellungnahme der DIG Leipzig zu den Vorfällen auf der #unteilbar-Demonstration am 6. Juli 2019

Wie angekündigt haben wir, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig, am 6. Juli an der Leipziger #unteilbar-Demonstration „Solidarität statt Ausgrenzung“ teilgenommen. Dabei kam es zu Zwischenfällen mit Organisatoren der Versammlung. An unserem Treffpunkt traten drei Ordner an uns heran und verkündeten, dass es im Bündnis einen Konsens gegen Nationalfahnen gebe. Es blieben uns daher zwei Optionen: Entweder die Israelfahnen einzupacken oder den Schluss der Demonstration zu bilden. Nachdem wir dem nicht beipflichteten, gab uns einer der Ordner zu verstehen, dass wir in jedem Fall nichts im vorderen Teil der Demonstration zu suchen hätten. Die Behauptung von #unteilbar, es wäre ausdrücklich kein Verbot ausgesprochen worden, ist nicht korrekt.

Offenbar gehörten Israelfahnen nicht zur gewünschten Außenwirkung der #unteilbar-Demo in Leipzig. Das ist bemerkenswert nach den antisemitischen Vorfällen, die bei der letzten Demo am 13. Oktober 2018 in Berlin für Aufsehen sorgten. Damals hetzten Anhänger der palästinensischen Terrororganisation PFLP und der antisemitischen Boykottkampagne BDS gegen Israel. [1] Wir hatten erwartet, dass #unteilbar in der Zwischenzeit angemessene Schlüsse gezogen hat. Der verkündete Konsens, der sich gegen die Nationalfahne des jüdischen Staates richtete, hat uns entsetzt. Ob der Kurdistan-Solidaritäts-Block, der einige Fahnen der Demokratischen Föderation Nordsyrien (DFNS) und ihrer Streitkräfte zeigte, ebenfalls zurechtgewiesen wurde, ist uns nicht bekannt. Wir hoffen es nicht.
Die ablehnende Haltung gegen Israelflaggen auf der Demonstration kam fast ausschließlich vonseiten der Organisatoren. Nach den Vorfällen konnten wir uns in den Block des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) einreihen. Der DGB vertritt eine klare Position für deutsch-israelische Beziehungen und gegen den Boykott von Israel. Aus dem angrenzenden Gesundheitsblock wurde uns mehrfach zu verstehen gegeben, Abstand zu halten, da man nicht mit Nationalfahnen in Verbindung gebracht werden wolle.†

Antisemitische Vorfälle gab es vereinzelt. Ein Teilnehmer fragte, warum wir die Fahne der Juden mitführten, obwohl diese in der Welt alles zerstören würden. Aus einem vorbeifahrenden Auto zeigte eine Person den „Wolfsgruß“ der türkisch-faschistischen Grauen Wölfe in unsere Richtung. Dieser Vorfall hat angesichts der Bündnispolitik von #unteilbar einen besonders bitteren Beigeschmack.Weiterhin wird #unteilbar von Organisationen unterstützt, die Verbindungen zu islamistischen und rechtsextremen Kreisen aufweisen. Das wurde bereits im Oktober 2018 öffentlich debattiert. Auch die DIG Leipzig hat sich im Vorfeld der Leipziger Demonstration ausführlich dazu geäußert. [2] Der umstrittene Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) ist weiterhin Erstunterzeichner von #unteilbar. Kürzlich trat der Bildungsbeauftragte von ATIB, dem größten Mitgliedsverband des ZMD, mit schwulenfeindlichen Äußerungen in Erscheinung. [3] ATIB weist in seiner Organisationsgeschichte Verbindungen zu den besagten Faschisten der Grauen Wölfe auf. Die Grauen Wölfe gelten als größte rechtsextreme Organisation in der Bundesrepublik.

Unsere Teilnahme war als Ermutigung gedacht, die Sichtbarkeit jüdischer und israelischer Symbole in Zeiten wachsenden Antisemitismus zu erhöhen, zumal Israelfeindlichkeit die häufigste Erscheinungsform des zeitgenössischen Antisemitismus ist. [4] Wenn im Bündnis Wert darauf gelegt wird, dass Israelfahnen keinen Platz bei #unteilbar haben, ist das nicht nachvollziehbar. Dass der Versuch, die Sichtbarkeit zu unterbinden, gescheitert ist, lag allein an den vielen Teilnehmern, die sich mit uns solidarisierten. Die Haltung des Bündnisses erweckte den Eindruck, dass die Positionierung von #unteilbar gegen Antisemitismus nur oberflächlich ist. Das allgegenwärtige Problem des israelbezogenen Antisemitismus wird offenbar ausgeblendet. Das ist eine Leerstelle, die der instrumentellen Israelsolidarität der AfD zusätzlichen Auftrieb verschafft. Es scheint trotz aller Hinweise unbegriffen zu sein, dass israelbezogener Antisemitismus sich in letzter Konsequenz gewaltvoll gegen Jüdinnen und Juden richtet. Ein allgemeines Verbot von Nationalflaggen muss an einer Einsicht in die Virulenz und Domianz des israelbezogenen Antisemitismus scheitern.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ist davon überzeugt, dass es im Kampf gegen jeden Rechtsextremismus keine Indifferenz und keine doppelten Standards geben darf. Die Akzeptanz von Rechtsextremismus und Antisemitismus muss überall bekämpft werden, also auch innerhalb von #unteilbar.

[1] https://jfda.de/blog/2018/10/13/unteilbar-grossdemo-in-berlin/; https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/redner-auf-unteilbar-demonstration-fordert-vernichtung-israels/
[2] https://dig-leipzig.de/2019/07/04/kein-schulterschluss-mit-islamismus/
[3] https://twitter.com/Volker_Beck/status/1147166116231438340
[4] https://dig-leipzig.de/2019/06/26/unteilbar-gegen-antisemitismus/ ; Vgl. Monika Schwarz-Friesel/Jehuda Reinharz. Die Sprache Der Judenfeindschaft Im 21. Jahrhundert. De Gruyter, 2013, S. 194-250; Vgl. Monika Schwarz-Friesel, Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses. https://www.linguistik.tu-berlin.de/fileadmin/fg72/Antisemitismus_2-0_kurz.pdf, S. 8 ff.

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DIG Veranstaltungen

Jahresausklang der DIG Leipzig

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr
Ariowitsch-Haus (Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig)

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig lädt ihre Mitglieder und Interessierte zum gemeinsamen Ausklang des Jahres 2018 ein. Mit Wein und Snacks blicken wir gemeinsam auf ereignisreiche Monate zurück.

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DIG Positionen

Antisemitismus – Die Wiederkehr des Verdrängten

Wenn wir heute, am 80. Jahrestag der Novemberpogrome, an die jüdischen Opfer der Shoah erinnern, dann nur mit dem nachdrücklichen Hinweis darauf, dass die Vernichtung der europäischen Juden auch heute noch keine „bewältigte Vergangenheit“ darstellt. Im Gegenteil: Ein beträchtlicher Teil des heutigen Antisemitismus entsteht gerade aus und äußert sich im Modus der Erinnerungsverweigerung, der Geschichtsvergessenheit, der Umdeutung deutscher Geschichte. Diese Geschichte wird relativiert, wenn Schlachthöfe, Abtreibungen oder die Bombardierung Dresdens als „Holocaust“ bezeichnet werden. Diese Geschichte wird revidiert, wenn linke, rechte und islamische Israelfeinde den Staat der Holocaust-Überlebenden mit Hitlerdeutschland, israelische Militäraktionen mit Nazi-Methoden gleichsetzen. Diese Geschichte wird umgedeutet, wenn islamistische Prediger oder rechte Demagogen sich und ihre Anhänger als „die neuen Juden“ inszenieren. All dies sind Versuche, eine Auseinandersetzung mit der Tatsache und den Nachwirkungen der Shoah in Deutschland abzuwehren. Ein aufrichtiges Erinnern an die Shoah aber muss den inneren Widerstand, den die Unerträglichkeit der Judenvernichtung hervorruft und der ihre Verdrängung bedingt, überwinden. Die Ermordung von sechs Millionen Juden, die individuelle, familiäre Schuld daran und das Ausmaß der Verstörung, das diese Tatsache evoziert, muss akzeptiert und ertragen werden, um eine Wiederholung der Barbarei zu verhindern.

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DIG Positionen

Novemberpogrome und Solidarität mit Israel

Unser Kranz in Gedenken an die Leipziger Opfer der Novemberpogrome ist mit einer Solidaritätsadresse an den jüdischen Staat versehen. Damit möchten wir daran erinnern, was Juden weltweit einen wesentlichen Halt gibt: Es ist Israel, der Fluchtpunkt und die Versicherung für jüdisches Leben. Israel war und ist notwendig, um die Sicherheit und Freiheit von Juden zu sichern, wo andere Staaten und Gesellschaften versagt haben und weiterhin versagen. Israel ist der Staat, der seit seiner Gründung jüdischen Flüchtlingen eine Heimstatt garantiert. Heute konzentriert sich der Antisemitismus auf diesen sicheren Hafen der jüdischen Welt. Allen voran das islamistische Regime des Iran droht dem Land mit Auslöschung und strebt hierfür nach Atomwaffen. Trotz dieser Lage geht die Anerkennung der Opfer des Holocaust immer wieder mit einer Vernachlässigung oder sogar Delegitimierung der Sicherheitsinteressen der größten jüdischen Gemeinschaft der Welt einher. Ein solches Gedenken an die Vernichtung der europäischen Juden ist aber ein kostenloses Ritual. Eine lebendige Erinnerung an die Shoah schließt die Solidarität mit dem jüdischen Staat Israel ein.

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DIG Pressemitteilung

Antisemitismus oder Kunstfreiheit?

In Leipzig regt sich Protest gegen das „euro-scene“ Festival wegen antiisraelischen Teilnehmern

Die Eröffnung des jährlich stattfindenden Festivals „euro scene“ für zeitgenössischen Tanz und Theater in Leipzig am Dienstag wird in diesem Jahr von Protesten begleitet. Der Grund: Eröffnen soll die belgische Theatergruppe „Les Ballets C de la B“, die sich seit Jahren am kulturellen Boykott von Israel beteiligt. Wie auf der Internetseite des Ensembles nachzulesen ist, unterstützen die Künstler die weltweite Kampagne „BDS“ (Boykott, Divestment and Sanctions) [1], die zum Boykott israelischer Künstler, Unternehmen und Waren aufruft. Der Choreograph der Gruppe, Alain Platel, war bereits im Sommer dieses Jahres als Befürworter von BDS auf der umstrittenen Ruhrtriennale aufgetreten, wo es zur Debatte über Antisemitismus in der deutschen Kulturbranche kam. Der Bundesbeauftragte für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, hat BDS wiederholt als „im Kern antisemitisch“ bezeichnet, da sie den jüdischen Staat zu isolieren und delegitimieren versucht.

Auf kritische Nachfragen im Vorfeld verteidigten die Veranstalter von „euro scene“ die Auswahl der Theatergruppe. Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff berief sich in einer Stellungnahme auf das Recht auf freie Meinungsäußerung der Künstlerinnen und Künstler. Da das betreffende Stück nicht um den Nahostkonflikt, sondern um Afrika handele, sehe sie keine Veranlassung, die Einladung zu widerrufen.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Leipzig kritisiert den Umgang des Theaterfestivals scharf: „Kurz vor dem 80. Jahrestag der Novemberpogrome eröffnet das euroscene-Festival sein Programm mit einer Gruppe, die Israelis mit Nachdruck aus dem kulturellen Leben ausschließen will. Es ist unerträglich, dass am 6. November BDS-Unterstützer im Schauspiel auftreten, bevor drei Tage später und wenige Schritte entfernt den Opfern antisemitischer Verfolgung in Leipzig gedacht wird“, sagte der Vorsitzende Matheus Hagedorny. Die Reaktion der Festivaldirektorin auf Kritik zeige, dass sie bereit ist, antisemitische Diskriminierung als legitime politische Meinung zu akzeptieren.

Aus dem Stadtrat kommen deutlichere Signale: Die Fraktionen der SPD, Grünen und CDU legten vergangene Woche unter dem Titel „Gegen jeden Antisemitismus“ einen weitreichenden Antrag vor, der Israelfeindlichkeit verurteilt und Unterstützer antisemitischer Boykottbewegungen von städtischen Fördergeldern und Räumlichkeiten ausschließen soll.

„Die Stadt Leipzig unterhält seit vielen Jahren starke und vielseitige Beziehungen zu ihren israelischen Partnern, nicht zuletzt zu ihrer israelischen Partnerstadt Herzliya“, so die Pressesprecherin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Leipzig, Anja Thiele. Es bedürfe klare Regeln in der Verwaltung, um weitere Störversuche gegen den internationalen Austausch zu unterbinden: „Wir hoffen, dass der Antrag eine breite Mehrheit im Rat erhält und dazu beiträgt, die Stadtgesellschaft gegenüber antisemitischen Bestrebungen zu sensibilisieren.“


[1] http://www.lesballetscdela.be/en/#/news/232

Leipzig, den 5. November 2018

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Exkursion nach Chemnitz – Ein Bericht

Gestern unternahmen etwa 20 Mitglieder und FreundInnen der DIG Leipzig bei bestem Spätsommerwetter einen Ausflug nach Chemnitz, um dort auf „jüdischen Spuren“ zu wandeln. Wir starteten auf dem Jüdischen Friedhof am Kaßberg, wo uns Udo Meyer, Gästeführer und Mitglied des Freundeskreises der Jüdischen Gemeinde, zeigte, dass „unter jedem Grabstein eine Weltgeschichte“ (Heinrich Heine) verborgen liegt. Dank der unermüdlichen Arbeit und des Fundraisings des Freundeskreises konnten in den letzten zehn Jahren 500 Grabsteine, darunter auch besonders schöne Jugendstilgräber, gerettet werden. Etliche stehen jedoch noch aus.
Nach einem Schlenker über Stefan Heyms ehemalige Wohnstätte statteten wir im Anschluss an die sachkundige Führung dem Restaurant SCHALOM einen solidarisch-kulinarischen Besuch ab. Das Schalom und dessen Inhaber Uwe Dziuballa wurden kürzlich am Rande der rechtsextremen Demonstrationen attackiert und stehen seitdem verstärkt im Fokus von Politik und Öffentlichkeit – auch wenn das Restaurant bereits in der Vergangenheit wiederkehrend zur Zielscheibe antisemitischer Vorfälle wurde, wie uns Lars Ariel Dziuballa, Bruder des Inhabers, berichtete.
Wir erwarten von der sächsischen Landesregierung, dass sie jetzt handelt und effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemitismus jeder Façon im Freistaat vorantreibt.
Der Familie Dziuballa wünschen wir alles Beste und hoffen, dass sie ihre köstlichen und Michelin-prämierten Gaumenfreuden noch lange in Chemnitz zubereiten werden. Bei allen TeilnehmerInnen bedanken wir uns für das große Interesse und den angenehmen Tag!

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DIG Veranstaltungen

Exkursion: Jüdische Spuren in Chemnitz

Sonntag, 16. September 2018, 9:00-17:00 Uhr

Auch wenn Chemnitz dieser Tage kein Synonym für Vielfalt ist: Bis in die 1930er Jahre war die Stadt von einer blühenden jüdischen Kultur geprägt. Bekannte jüdische Schriftsteller wie Stefan Heym, Stephan Hermlin oder der Schauspieler Michael Degen wurden hier geboren. Alle drei mussten vor den antisemitischen Verfolgungen der Nationalsozialisten ins Exil fliehen. Die überwältigende Mehrheit der Chemnitzer Juden wurde jedoch in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Nach der Wende vergrößerte sich die jüdische Gemeinde in der ehemaligen Karl-Marx-Stadt wieder. Heute wird das einzige koschere Bier Deutschlands, Simcha, in Chemnitz gebraut.

Die DIG AG Leipzig lädt herzlich dazu ein, auf einer Exkursion das jüdische Leben der Chemnitzer Vergangenheit und Gegenwart kennenzulernen. Auf einem geführten Stadtrundgang werden wir jüdischen Spuren in Architektur, Wirtschaft und Kultur nachgehen und den Alten Jüdischen Friedhof besuchen. Anschließend möchten wir im koscheren Restaurant „SCHALOM“ die Exkursion bei hervorragendem Essen und dem ein oder anderen Simcha ausklingen lassen.

Die Programmpunkte im Einzelnen:
09.00 Uhr Treffpunkt in Leipzig
11.00 Uhr Geführter Rundgang: „Jüdische Spuren auf dem Kaßberg“
13.30 Uhr Mittagessen im koscheren Restaurant „Schalom“
16.30 Uhr Rückfahrt nach Leipzig

Die Kosten für Hin- und Rückreise, Führung sowie kleine Snacks trägt die DIG Leipzig. Größere Speisen und Getränke im „Schalom“ können leider nicht übernommen werden.

Sowohl Mitglieder der Deutsch-Israelischen Gesellschaft als auch Interessierte sind herzlich willkommen!
Bitte melden Sie sich per E-Mail bis zum 14.9. verbindlich an: [email protected]